Der Mond

Der Mond

Entstehung - Daten - Fakten - Einflüsse - Wissenswertes

ist der Planet, der unserer Erde am nächsten liegt und (sehr wahrscheinlich)auch ein Teil unserer Erde ist. Vielleicht deshalb fühlen sich viele Menschen mit dem Mond verbunden. Nicht nur, weil der Mond eine helle und eine dunkle Seite hat (wie auch die Menschen) sondern weil er zur Erde eine Anziehungskraft und auf die Menschen, Tiere und Pflanzen einen gewissen Einfluss hat.

Der Mond ist der natürliche Satellit der Erde. Auf einer nahezu kreisförmigen Ellipsenbahn bewegt er sich um die Erde. Dadurch schwankt die Bahngeschwindigkeit periodisch um eine mittlere
Geschwindigkeit (große Ungleichheit).
Zwischen Erd- und Mondmittelpunkt schwankt die Entfernung
während eines Umlaufs zwischen 406700 km (Apogäum)  
und 356400 km (Perigäum).
Außerdem führt der Mond eine Rotationsbewegung aus. Er wendet der Erde immer dieselbe Seite zu. Da die Bewegung des Mondes in seiner elliptischen Bahn ungleichmäßig ist, die Rotation aber gleichmäßig erfolgt, kann man von der Erde aus, wenn der Mond im Perigäum steht, mehr von der rechten Mondseite, wenn er im Apogäum steht, mehr von der linken Seite erblicken.

Wir kennen einen Vollmond, Halbmond  und Neumond. Da aber der Mond kein selbstleuchtender Himmelskörper ist, sondern von der Sonne angestrahlt wird, sind diese Mondphasen von der Stellung dieser beiden Himmelskörper abhängig.

Die Hauptphasen des Mondes sind:
Neumond: hierbei ist die unbeleuchtete Seite des Mondes der Erde zugekehrt. (erstes Viertel: zunehmender Halbmond) Vollmond: hierbei ist die vollbeleuchtete Seite des Mondes der Erde zugekehrt. (letztes Viertel: abnehmender Halbmond) Am Abendhimmel kann man den zunehmenden und am Morgenhimmel den abnehmende Mond beobachteten. Die Gesamtheit aller Mondphasen nennt man Lunation.
Die Auf- und Untergangszeiten verschieben sich täglich um ca. 50 Minuten.

Die verschiedenen Mondphasen haben Einflüsse
auf den Lebensrhythmus von Menschen und Tieren.

Es gibt viele Aussagen darüber, wie der Mond auf den Lebensrhythmus der Menschen Einfluss nimmt. Bei Vollmond z.B. werden zwischen Mond und Lebensrhythmus der Menschen Schlafstörungen oder auch Nachtwandeln gesehen. Ebenso der Zyklus der Frau und eine Geburtenhäufigkeit. Leidenschaft und Gefühle werden heftiger und leicht unkontrollierbar. Auch die Zunahme von mehr Aggressionen, mehr Selbstmorde und Gewalttaten. Das Licht des Vollmondes hat eine eindeutige Wirkung auf das menschliche Hormonsystem.

 Es gibt einige Tiere, bei denen die Fortpflanzung in direkten Zusammenhang mit den Mondphasen steht. Der Vollmond scheint für einige Tiere ein "Signal" zur Fortpflanzung zu sein. Meerestiere z.B. legen bevorzugt bei Vollmond ihre Eier ab, weil sie dadurch den hohen Wasserstand (Springflut) nutzen können. Hier ist liegt die Ursache also eindeutig an den Gezeiten. Auch das Licht des Vollmondes ist für einige Tiere ausschlaggebend für die Fortpflanzung. In der Phase des abnehmenden Mondes gilt Erleichterung und Befreiung von Ballast. In dieser Zeit findet man eher zu sich selbst, die Intuition ist gestärkt. Egal ob körperliche oder seelische Probleme- der abnehmende Mond ist die richtige Zeit, um sich davon zu befreien. Operationen gelingen besser als bei zunehmenden Mond, auch alltägliche Arbeiten gehen leichter von der Hand. Wer in dieser Phase etwas mehr isst, nimmt nicht so schnell zu. Der zunehmende Mond ist eine Zeit der Zufuhr und Aufnahme. Was dem Körper an Aufbauenden und Stärkenden zugeführt wird, wirkt in dieser Mondphase besonders intensiv. Es heißt, dass Verletzungen schlechter heilen, je mehr der Mond zunimmt. Sogar die Wäsche soll angeblich nicht so sauber werden als bei abnehmenden Mond :-)

 Neumond bedeutet eine kurze Zeit des "Einatmens". Besondere Einflüsse wirken bei Neumond auf die Menschen, neue Impulse werden gesetzt. Neumond ist ideal geeignet, um mit schlechten Gewohnheiten aufzuhören oder etwas Neues zu beginnen. Daher gilt der Neumond als Startpunkt, kranke Bäume können bei Schnitt an Neumond wieder gesunden, die Entgiftungsbereitschaft des menschlichen Körpers ist am größten. Auch Diäten und Fastenkuren sollten bei Neumond begonnen werden.

 Und dann gibt es noch den blauen Mond :-) Da der Mondzyklus und das Sonnenjahr nicht ganz synchron sind, hat ein Monat manchmal zwei Vollmonde, was jedoch ein relativ ungewöhnliches Ereignis ist (etwa alle drei Jahre). Der zweite Vollmond wird "Blauer Mond" genannt.

 Auch die Gezeiten (Ebbe und Flut) werden durch die Mondphasen beeinflusst. Erde und Mond kreisen um einen gemeinsamen Schwerpunkt, welcher rund 1000 km unter der Erdoberfläche, also innerhalb der Erde liegt. Die Anziehung zwischen Erde und Mond wird durch Fliehkräfte, die bei der Rotation entstehen, ausgeglichen. Auf der mondzugewandten Seite der Erde ist der Mond der Erde näher. Damit ist die Anziehungskraft größer als die Fliehkraft in der entgegengesetzten Richtung, da die Fliehkraft in allen Punkten der Erde gleich groß ist. Diese Kräfte ziehen sozusagen das Wasser von der Erde weg, so daß ein "Wasserberg" entsteht. Dass auch auf der der genau entgegengesetzten Seite der Erde gleichzeitig ein ebenso hoher "Wasserberg" auftritt, ist dadurch zu erklären, dass hier (auf der mondabgewandten Seite der Erde) die Anziehung des Mondes, der von dieser Seite weiter entfernt ist, geringer ist als die Fliehkraft. Diese nichtausgeglichene Fliehkraft zieht daher von der Erde weg, auch hier entsteht Flut. Beide Flutberge sind ca. 1/2 Meter hoch. Auch die Sonne erzeugt solche Flutberge, welche aber nur ein Drittel der Höhe der Flutberge erreichen, die vom Mond ausgelöst werden. Da sich die Erde unter den beiden Flutbergen dreht, dauert es an einem Ort der Erde ca. einen halben Tag bis zwei Fluten aufeinander folgen.

 Ebenso eindrucksvoll wie eine Sonnenfinsterniss
ist auch die Mondfinsterniss.


Eine Mondfinsterniss kann nur stattfinden, wenn der Mond in den Schatten der Erde eintaucht. Sie kann sie nur bei Vollmond entstehen, weil dann der Mond, von der Erde aus betrachtet, der Sonne genau gegenüber steht. Da die Mondbahn jedoch um 5,1° gegen die Erdbahn geneigt ist, kommt es nicht bei jedem Vollmond auch zu einer Mondfinsternis, der Mond zieht ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei.

Es gibt drei Arten von Mondfinsternissen:
Halbschatten-Mondfinsternis:
Der Vollmond taucht nur in den Halbschatten ein und zieht am Kernschatten vorbei.
Partielle Mondfinsternis:
Der Mond wird zum Teil vom Kernschatten getroffen.
Totale Mondfinsternis:
Der Mond taucht vollständig in den Kernschatten der Erde ein.

 Die nächste Mondfinsterniss ist am:
21.01.2000 um 05.45 Uhr, 09.01.2001 um 21.21 Uhr, 16.05.2003 um 04.40 Uhr,
09.11.2003um 02.19 Uhr, 04.05.2004um 21.30 Uhr, 28.10.2004um 04.04 Uhr.

 Die nächste Sonnenfinsternisse am:
31.05.2003um 05.08 Uhr, 03.10.2005um 11.32 Uhr, 29.03.2006 um 11.11 Uhr.
Am 11.08.1999 um12.03 Uhr war eine totale Sonnenfinsterniss.

Die Entstehung des Mondes

Grundsätzlich gab es drei verschiedene Theorien:
Erstens: das Mond und Erde sich zur selben Zeit aus dem Sonnennebel geformt haben. Zweitens: die Abspaltung, man nahm an, dass der Mond von der Erde abgetrennt wurde. Drittens: die Einfangung, man ging davon aus, dass der Mond woanders entstanden ist und letztendlich von der Erde eingefangen wurde. Keine davon passte optimal. Aber heute weiß man, Aufgrund der Forschungen durch die Apollomissionen u.s.w. sowie die  detaillierten Informationen aus dem Mondgestein, dass es die Abspaltung, also die ist Einschlagstheorie ist. Sie besagt, dass die Erde mit einem sehr großen Objekt (ca. die Größe des Mars) kollidierte, und dass der Mond aus dem „ausgeschlagenen“ Material besteht. Es gibt auch heute noch Details die verarbeitet werden müssen, aber diese Einschlagstheorie ist weitläufig anerkannt.

 Die Mondoberfläche ist von äußeren Einflüssen wie aufschlagende Meteoriten, kosmische Strahlung und Sonnenwind stark geprägt. Schon die 5 während des Apollo-Programms installierten Seismometer registrierten zwischen 1972 und 1977 ca. 2000 Meteoritenabstürze.

 Den Aufbau des Mondes kann man in mehrere Schichten unterscheiden:
Außen befindet sich eine ca. 60 km dicke, starre Kruste. Danach folgt bis in die Tiefe von 1000 km ein starrer Mantel aus schwerem Silikatgestein. Teilweise flüssig ist dagegen der Kern des Mondes. Wenn man den Mond von der Erde aus beobachtet, kann man helle und dunkle Flächen auf der Oberfläche unterscheiden.

Daten und Fakten zum Mond

Der „erste Besucher“ auf dem Mond war 1959 die sowjetische Raumsonde Luna 2. Er ist der einzige außerirdische Körper, der von Menschen besucht wurde. Der Mond besitzt keine Atmosphäre. Aber Anhaltspunkte, geliefert von Clementine, legen nahe, dass in manchen tiefen Kratern in Nähe des Südpols des Mondes, die ständig beschattet werden, Wassereis vorkommt. Dies wurde nun von Lunar Prospector bestätigt. Desgleichen gibt es Eis am Nordpol. Am 20. Juli 1969 landeten mit der Rakete Apollo 11, Neil Armstrong und Edwin Aldrin auf dem Mond. Damit wurde das Wettrennen gegen die UdSSR, um die erste bemannte Mondlandung, von der USA gewonnen. Beinahe hätte es jedoch eine Bruchlandung gegeben,
weil am vorbestimmten Landeplatz Geröll lag. Neil Armstrong zündete die Bremsraketen, und suchte sich einen neuen Landeort. Nach der geglückten Landung, hatte er noch für zwei Sekunden Treibstoff im Tank.
Nach einer 6 stündigen Ruhepause in der Landefähre verliess Neil Armstrong als erster Mensch die Mondfähre und stieg zur Mondoberfläche hinab. Millionen von Menschen auf der Erde konnten Neil Armstrong am Fernseher hören, als er sagte: "Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein grosser Schritt für die Menschheit." 18 Minuten war er alleine draussen, und nachher stieg auch Aldrin aus der Landefähre. Während ihrem Spaziergang auf dem Mond sammelten sie 21 kg Mondgestein.

...der illusionäre Mond

 

         Daten und Zahlen

größte Entfernung von der Erde

406700 km

kleinste Entfernung von der Erde

356400 km

Neigung der Bahn gegen die Ekliptik

5º 8' 43,4''

Neigung des Mondäquators
gegen die Ekliptik


1º 31' 22''

siderische Umlaufzeit

27,32166 mittlere Tage

mittlerer scheinbarer Durchmesser

31' 5''

Halbmesser

1738,0 km

Umfang

10920 km

Oberfläche

3,796 x 107 km2

Volumen

2,199 x 1010 km3

Masse

7,350 x 1025 g

mittlere Dichte

3,341 g/cm3

Schwerebeschleunigung an der Oberfläche

1,62 m/s2

mittlere Bahngeschwindigkeit

1,02 km/s

Oberflächentemperatur, Tagseite

ca. + 130 ºC

Oberflächentemperatur, Nachtseite

ca. - 160 ºC

Alter

ca. 4,6 Milliarden Jahre

Durchschnittsgeschwindigkeit

3700 km/h

Umlaufzeit um die Erde

siderische

27 Tage, 7 Stunden, 43 Minuten

synodische

29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten

 Zurück